HEIMAT MALAWI

Heimat ist für mich etwas Eigenartiges, fast Unbeschreibliches und Unerklärliches. Obwohl es so ist, kann man einfach nicht abstreiten, dass es existiert. Es ist doch ein Begriff, der auf jeden Fall wahr und tatsächlich ist. Sicher hat dieses Wort ‘Heimat’ viele Bedeutungen für alle Arten von unterschiedlichen Menschen. 
Aber ist es ein Gebäude? Familie, oder Freunde? Ein Gefühl…? Was für eine philosophische Frage!
Persönlich bin ich der Meinung, dass Heimat eine Sammlung ist, die aus besonderen Erinnerungen, Erfahrungen, Persönlichkeiten und Örtlichkeiten gewoben ist. Untrennbar ist sie mit einem Ort, einer Kindheit und einer Epoche verbunden. Heimat ist der Ort, wohin man jederzeit zurückkehren kann - ein Ort, wo man immer willkommen ist und sich daheim fühlt. Dort findet man beständig Friede, Ruhe und Sicherheit, und wird akzeptiert, trotz der schlechter Verhältnisse. Ich kann an meine Heimat mit Heimweh und Nostalgie denken. Obwohl es fast ein ‘Ort’ ist, ist es aber leider nicht so einfach… Die Vergangenheit spielt eine ganz wichtige Rolle. Wenn ich an frühere Zeiten zurückdenke, wird es mir klar, dass meine Kindheit ein großer und notwendiger Teil der Heimat ist. Schöne Erinnerungen (die mich definiert und mir Form gegeben haben) wirken bestimmend an diesem komplizierten Begriff mit. Familie und Freunde haben auch zu meinem Konzept der Heimat beigetragen. Sie sind Einzelpersonen, die sich um mich sorgen. Ich setze uneingeschränkt mein Vertrauen auf sie. Sie sind auch meine Heimat.
Ich glaube, dass dieses Wort eine ganze Menge umfasst - mein Leben hängt davon ab.
Meine Heimat? Dort liegt nicht nur mein Haus.
Da befindet sich mein Herz. 

James McAllister ist in Südafrika geboren, hat seine Kindheit in Zambia verbracht. Er studiert Mathematik und Germanistik in Dublin (Irland). 

Malawi ist ein kleines Land im Südosten Afrikas und gehört zu den ärmsten Ländern der Welt (HDI: Rang 170 von 188).

Das durchschnittliche jährliche Pro-Kopf-Einkommen beträgt 350 US$ (2015). Mehr als die Hälfte aller Einwohner leben mit weniger als 1,25 Dollar pro Tag. Die Armut in Malawi erschwert es Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, ein gesundes Leben zu führen. Viele Menschen sind mangelernährt, haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und Gesundheits-versorgung. Das Bildungsniveau ist niedrig.

Die natürlichen Lebensgrundlagen sind durch Entwaldung, Bodenverschlechterung, Artensterben, Überfischung des Malawisees und Abbau von Rohstoffen wie Uran stark bedroht oder bereits schwer in Mitleidenschaft gezogen. Kasungu ist die Hauptstadt einer Provinz, in der Kinderarbeit in der Landwirtschaft, besonders im Tabakanbau verbreitet ist. Durch fehlende berufliche Perspektiven, geringe Schulbildung und mangelnde sexuelle Aufklärung sind die Raten von Jugendarbeitslosigkeit und Teenager-Schwangerschaften hoch. Die Bevölkerung wächst jährlich um 3,1 Prozent. 

Eine weite  Verbreitung von HIV, Alkohol- und Drogenkonsum sind weitere Faktoren, die die soziale Situation verschärfen.

Und zugleich muss gesagt werden: Malawi ist ein wunderschönes Land von großer geologischer und kultureller Vielfalt mit einer sehr jungen Bevölkerung – wir wollen dazu beitragen, dass Malawi seine Herausforderungen bewältigt und noch schöner wird. 


Dokumentarfilm über Kinderarbeit

in Zusammenarbeit mit Hoho Action Plus

 

Josie's Restaurant

Ein cooler Ort für junge Leute

Josephine, eine junge und inspirierende Unternehmerin, eröffnete ein Restaurant in Kasungu, Malawi. Sie liebt das Kochen und wollte einen besonderen Ort für junge Leute schaffen, an dem sie sich treffen können. Josephines Restaurant bietet schmackhaftes Essen mit lokalen und internationalen Geschmacksrichtungen. Sie kauft frische Zutaten auf dem lokalen Markt, um lokale Bauern zu unterstützen. Das Restaurant hat eine freundliche und einladende Atmosphäre, die junge Leute anzieht. Josephine stand vor Herausforderungen, aber sie fand clevere Lösungen, um sie zu bewältigen. Ihr Erfolg ist inspirierend für andere junge Menschen, die ihren Träumen folgen und ihrer Gemeinschaft helfen wollen. Wenn du einen unterhaltsamen Ort zum Essen und zum Treffen mit Freunden suchst, schau dir Josephines Restaurant in Kasungu an!

 

Herstellung eigener Ziegelsteine

Nachhaltigkeit spielt für uns eine große Rolle, deshalb stellen wir unsere eigenen Ziegel her. Die Ziegel werden aus Lehm gepresst, der in der Baugrube ausgegraben wird.

Tropischer Wirbelsturm Freddy - März 2023

 

Am 11. März traf der Wirbelsturm Freddy mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Kilometern pro Stunde auf Malawi. Er zerstörte Gebäude, beschädigte die Infrastruktur und die Telekommunikation und verursachte schwere Überschwemmungen und Erdrutsche in Phalombe, Mulanje, Chiradzulu, Thyolo, Nsanje, Chikwawa, Zomba, Machinga und Mangochi. Laut offiziellen Angaben hat der tropische Sturm bisher mehr als 220 Menschenleben gefordert und zahlreiche Menschen verletzt. Tausende Menschen sind ebenfalls dringend auf Unterkunft, sauberes Wasser und Nahrung angewiesen. Wie wir alle wissen, ist dies ein Teil des Klimawandels. Eine Gruppe engagierter junger Freiwilliger unserer Wohltätigkeitsorganisation hat deshalb Bäume und Gras gepflanzt, um Umweltschutz und Gemeinschaftsdienst zu fördern. Die Freiwilligen arbeiteten unermüdlich und bedeckten einen erheblichen Teil des Grundstücks. Die Veranstaltung war ein Erfolg und bot den Jugendlichen die Möglichkeit, über die Umwelt und die Vorteile des Pflanzens von Bäumen und Gras zu lernen sowie ein Zeichen für unsere Gemeinschaft zu setzen.

Es bleibt jedoch festzuhalten, dass die Lage in Blantyre weiterhin besorgniserregend ist und dringend Unterstützung benötigt wird, um den Betroffenen von Wirbelsturm Freddy Hilfe und Unterstützung zu bieten. Es ist von entscheidender Bedeutung, Maßnahmen zu ergreifen, um den Klimawandel zu mildern und ähnliche katastrophale Ereignisse in Zukunft zu verhindern.

Unser lokaler Kooperationspartner Hoho Action Plus ergriff die Initiative, um den betroffenen Menschen in Mangochi humanitäre Hilfe zu leisten. Mit einem voll beladenen Lastwagen mit Kleidung, Maismehl und Seife fuhren sie dorthin, um die Güter zu liefern. Hunderte von Menschen haben in Mangochi Spenden erhalten.

Das Treffen der Vorstandsmitglieder

Der Vorstand von "Shorten the Distance Trustees" traf sich in Kasungu, um den Fortschritt des vergangenen Jahres zu überprüfen und für das kommende Jahr zu planen. Sie diskutierten auch über mögliche Herausforderungen der Organisation und wie man sie bewältigen kann. 

Es stellte sich heraus, dass "Shorten the Distance" im vergangenen Jahr beachtliche Fortschritte gemacht hat. Die Organisation konnte erfolgreich mehrere Projekte umsetzen, die den von ihr betreuten Gemeinden zugutekamen. Dazu gehörten der Bau einer neuen Kulturküche, die Bereitstellung von sauberem Wasser durch Bohrungen, die Verteilung von Schulmaterialien an Schülerinnen und Schüler, eine Aufklärungskampagne zu Ernährung, Blutdruck, Diabetes und Kinderarbeit sowie die Pflanzung von Bäumen zur Bekämpfung des Klimawandels. 

 

Trotz dieser Erfolge gab es noch Herausforderungen für die Organisation. Zum einen fehlt es an ausreichender Finanzierung, da "Shorten the Distance Trustees" stark von Spenden und Fördergeldern abhängig ist und die COVID-19-Pandemie weltweit zu einer Reduzierung dieser Gelder geführt hat. Zum anderen werden qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigt, um Projekte erfolgreich umzusetzen. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, plant der Vorstand für das kommende Jahr eine Diversifizierung der Finanzierungsquellen und eine Priorisierung der Einstellung qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

Die Vorstandssitzung bot auch die Gelegenheit für den Austausch von Ideen und Erfahrungen, die Stärkung der Zusammenarbeit und die Entwicklung einer klaren Zukunftsvision für die Organisation. Ziel ist es, die Mission und Vision von "Shorten the Distance Trustees" in Schulen, Gemeinden und Jugendclubs zu verbreiten und Kinder und Jugendliche über die Aktivitäten der Organisation zu informieren. Insgesamt war die Vorstandssitzung ein Erfolg und "Shorten the Distance" wird auch weiterhin daran arbeiten, das Leben der von ihren betreuten Gemeinden zu verbessern.

Was sind die Ziele von Shorten the Distance Trustees?

 

Das Hauptziel von Shorten the Distance Trustees liegt darin, in den lokalen Gemeinden viele verschiedene Projekte durchzuführen, unter anderem: 

 

Der Bau von Brunnen, Wasserspeichern und Installation von Photovoltaik

 

Der Bau eines Jugendzentrums

 

Ökologischer Gartenbau (Permakultur), Recycling und Upcycling

 

Aufklärungskampagnen im Bereich Kinderarbeit und Kinderehen

 

Diskussionsveranstaltungen zu Themen wie Menschen-, Kinder- und Arbeitsrechte, Gleichstellung, Gesundheit und Hygiene, Umwelt- und Klimaschutz, Korruption und Migration

 

Kinder- und Jugendbetreuung, Nachhilfe, Vermittlung praktischer Fertigkeiten zur beruflichen Orientierung   

          

Kulturküche – Ernährungsberatung und gemeinschaftliches Kochen


Unser Projekt in Kasungu

 

Tel: +49 1771659244